Gunbuster  

Titel (+alt.) Gunbuster
Gunbuster, Toppu wo Nerae!
Gunbuster: Aim for the Top!
Episodenanzahl 6
Kategorie OVA
Genre SciFi, Mecha, Action
Erscheinungsjahr 1989
Studio Gainax
Regisseur Hideaki Anno
Chara Designer Yoshiyuki Sadamoto
cel Info cels
Guu-rating

Beschreibung

Noriko Takaya ist die junge Heldin dieser Serie. Ihr Vater "Takaya", der Admiral des Sternenkreuzers "Lukushiyon" war, wurde bei einen außerirdischen Angriff getötet. Sie hat nur einen Wunsch eines Tages wie ihr Vater im Weltraum zu kämpfen und so in seine Fußstapfen zu treten.

Doch ist es ein langer Weg, bis sie wirklich in dem Gunbuster Platz nehmen darf, der Waffe, die eventuell die letzte Hoffnung der Menschheit ist.
So muss sie zunächst einmal die Grundzüge des Weltraumkampfes erlernen, was sie auf der Okinawa High School unter großen Mühen versucht. Hier werden die besten Jugendlichen ausgebildet Kampf Mechas zu steuern, um die Erde schützen zu können. An dieser Schule beginnt also im Jahr 2023 das Abenteuer von Noriko, deren Talent zur Mechasteuerung zu diesem Zeitpunkt noch mehr als zweifelhaft ist.

Ihr großes Vorbild ist dabei "Kazumi Amano", die sie ständig mit "One-Sama" (große Schwester) anredet. Beide werden ein Team und werden schließlich ausgewählt, Mitglieder des "TOP Squadron" zu werden, um beim nächsten Angriff gegen die Außerirdischen an vorderster Front die Erde gegen jene zu verteidigen.
Diese nämlich wandern wie Insekten durch die Galaxie und scheinen explizit auf der Suche nach der Menschheit zu sein, um diese auszulöschen.
Dass sie ihre beste Freundin "Kimiko Akaiki" dabei zurücklassen muss, trifft sie besonders, vor allem, da Zeit im Weltraum bei Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit langsamer vergehen als auf der Erde, so dass sich beide nicht sicher sein können wie viel Zeit vergangen sein wird, bis sie sich wieder sehen werden.

Doch Noriko erhält viel Unterstützung bei ihren Bemühungen besser zu werden durch den Coach "Ota", der aber ständig nur "Couch" gerufen wird. Kannte dieser doch ihren Vater und ist er doch einer der wenigen Überlebenden der "Lukushiyon". Viel muss Noriko noch lernen, lastet der Tod ihres Vaters doch immer noch schwer auf ihr und nähren die Sticheleien von  Mitschüler als auch traurige Ereignisse ihren Selbstzweifel, so dass es nicht leicht ist für sie in diesen schweren Situationen an sich selbst zu glauben.

Hilfe bekommt sie auch von "Jung-Freud", einer sowjetischen Mecha Pilotin, mit der sich Kazumi und Noriko nach anfänglichen Streitereien gut anfreunden.

Doch w
ird es schlussendlich gelingen die Welt vor einer schieren Übermacht der Außerirdischen retten zu können, was für Opfer müssen gebracht werden und wird diese Noriko verkraften können oder an diesen zerbrechen? 

     
Besonderheiten des Anime (u.a. Grafik, Musik etc.)
Grafisch ist der Anime komplett "Cel made", und für sein Alter mit typischen leichten Bildunreinheiten durchzogen, die in einer leichten Bildunschärfe resultieren, die aber typisch für ältere Anime sind und somit auch nicht besonders negativ auffallen.
In Japan ist eine
remastered Version des Anime erschienen, die bild- und tontechnisch überarbeitet wurde und somit keine Wünsche mehr offen lässt.

Sehr interessant sind bei dem Anime viele Details, an denen man erkennt, dass diese Elemente später in Neon Genesis Evangelion weiterentwickelt wurden. Einen Vorgeschmack auf die NGE Folgen 25 und 26 bekommt man ebenfalls in der letzten Episode von Gunbuster.
Diese ist des weiteren komplett in schwarz/weiß gehalten, was der Folge darüber hinaus eine einzigartige Atmosphäre verleiht.

Während bei NGE man die Story auf eine mysteriöse religiöse Grundlage bettete, ist das Fundament bei Gunbuster eine physikalische. Sachen wie die Raumkreuzerantriebe, Warp Antrieb, Zeit als nicht konstante Einheit und vieles mehr wird versucht physikalisch detailliert zu erläutern. Da f
ür vieles in den Episoden dazu die Zeit nicht ausreicht, gibt es bei jeder Folge ein ungefähr 5 minütiges SD Special, in denen solche physikalische Gesetze anschaulich erläutert werden.

Gut verfolgen kann man auch Chara Designers "Yoshiyuki Sadamoto" Stil, wie dieser sich von "Gunbuster" über "Nadia" und "Neon Genesis Evangelion" hin zu "Furikuri", Abenobashi Mahou Shotengai und Gunbuster 2" wandelte.

Zu "Gunbuster 2" sei noch angemerkt, dass dieser zwar Insider Gags für Gunbuster Kenner bereithält, allerdings unabhängig von "Gunbuster" ist und somit auch ohne Kenntnis dieser Serie sich zu Gemüte geführt werden kann.

Musikalisch sind vor allem die drei Vocals aus der Serie hervorzuheben.
Intro "Active Heart" und Outro "Torai Again...!" sind beides sehr schöne von "Sakai Noriko" japanisch gesungene Vocals, von denen sich vor allem das Intro Lied schnell zum Ohrwurm entwickeln kann.
Ebenfalls ständig anhören möchte man sich nach der Serie "ike ike bokura no GANBASUTAA!" das in der Serie vorkommt.
 
 
persönliche Meinung (Ta-kun)
"Neon Genesis Evangelion" ist wohl der erfolgreichste Anime aus dem Hause Gainax, doch der Titel des Kult Klassikers gebührt "Gunbuster". Viele Parallelen finden sich in späteren Gainax Werken wieder, vieles aus "Gunbuster" floss in "Neon Genesis Evangelion". Ebenfalls huldigt "Gunbuster 2" seinen Vorgänger in verschiedenen Szenen.
Interessant sind vor allem die detaillierten physikalischen Erklärungen auf die sich der ganze Anime stützt und die er auch vers
ucht anschaulich zu vermitteln.

Die remastered Version gibt es bisher nur in Japan, man kann hoffen, dass mit einem zukünftigen Release von "Gunbuster 2" In den Staaten dieses evtl. auch seinen Weg dorthin schafft. Hierzulande gibt es eine DVD Box mit 2 DVDs die die 6 Folgen beinhalten, welche im Moment die einzige brauchbare Alternative außerhalb Japans darstellt.
persönliche Meinung (Shaolan)
Einer der Gainax Klassiker, die von NGE Fans unbedingt gesehen werden sollte ist neben Nadia die Gunbuster Serie!

Hier finden sich die Ursprünge, die aus Evangelion einen so großen Erfolg gemacht haben, zwar zugegeben noch in den Kinderschuhen, aber auch hier schon auf sympathische und anspruchsvolle Weise inszeniert.
Ein Anime in denen Mädchen zu Mecha Piloten ausgebildet werden, dürfte zur damaligen Zeit ein Novum gewesen sein und die Tatsache, dass dem Anime diverse physikalastrononomische Theorien zu Grunde liegen die anschaulich erklärt werden, setzt neben der phantastischen Geschichte auch noch reale Elemente ins Setting.
Für SciFi Fans, die bei weiblichen Rundungen ebenfalls schwach werden also schlichtweg ein Muss! 
 
 


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